Nach Mallorca der Kultur halber? Bis vor etwa 20 Jahren sicher noch gar kein Thema.
Zwar hatte die Insel mit ihren Ruinen aus römischer Zeit, alten Festungen und Palästen, gut erhaltenen Stadtmauern und Sakralbauten in Palma, manchen Land städtchen und auf Erhebungen des Inselinneren kulturhistorisch schon immer einiges zu bieten, aber das war es dann auch.
Seit den 1990er-Jahren hat sich indessen eine Menge getan.
Kulturell Interessierte finden heute neben Bauwerken aus alter Zeit und Relikten vergangener Jahrhunderte viele neue Museen – vor allem Kunstmuseen und eine kaum noch überschaubare Menge privater Galerien – von beachtlichem Niveau.
Darunter auch echte Kleinodien wie die Herrenhäuser Els Calderers bei Vilafranca und Can Marques in Palmas Altstadt, die Museen Sant Antoni und Ca N’Alluny und besonders die Gemäldesammlung der Stiftung Jakober bei Alcudia.
Waren früher die Sommerkonzerte in ehrwürdigen Gemäuern von Valldemossa bis Pollençadas musikalische Highlight des Jahres, ist heute das inselweiteKonzertprogrammvon Klassik über Jazz bis Rock und Punk erstaunlich.
Die seitenlangen allwöchentlichen Veranstaltungshinweise von Mallorca Magazin und Mallorca Zeitung sprechen da für sich.
Wer will, kann heute für seine Mallorcareise das Thema »Kulturgenuss« ohne weiteres in den Mittelpunkt und sich ein abwechslungsreiches wie anspruchsvolles Programm zusammenstellen – am besten mit Standquartier Palma.
(Hans Grundmann, HB 2007)